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  Geschichte

Alfred Werner (1866-1919)
Nobelpreis für Chemie 1913

Alfred Werner wurde 1866 in Mülhausen, im Elsas geboren. Seine Leidenschaft für die Chemie machte sich bereits im Alter von 20 Jahren während seines Militärdienstes in Karlsruhe bemerkbar. Zum Vergnügen besuchte er Vorlesungen an der Technischen Hochschule. 1886 schrieb er sich an der Abteilung für Technische Chemie an der ETH Zürich ein. Nach seinem Diplom stürzte er sich an der Universität Zürich in seine Doktorarbeit über die räumliche Anordnung der Atome in Stickstoffmolekülen. 1895 wurde er zum Professor an der Universität Zürich ernannt.

Werner gilt als Wegbereiter der modernen "Stereochemie" in der anorganischen Chemie - des Studiums der räumlichen Struktur der Moleküle. Während sich die Gelehrten zu seiner Zeit vor allem mit der Kohlenstoff-Chemie befassten, interessierte er sich als einer der ersten für die Struktur der "Komplexe", d.h. für die Verbindungen, die meistens durch die Vereinigung eines Metallatoms (z.B, Eisen, Kobalt, Chrom) mit anderen Molekülen oder Ionen (auch Ltganden genannt) entstehen. In seiner wichtigen "Theorie der Komplexe" von 1895 schlug Werner eine bisher unbekannte räumliche Anordnung vor, gemäss welcher neutrale Moleküle - wie Ammoniak und Wasser - sich um das zentrale Metallatom gruppieren, indem ihm jedes einzelne ein Elektronenpaar liefert. Dieser Ansatz erlaubte es Werner, die räumliche Struktur zahlreicher Komplexe zu studieren, und er entdeckte dabei, dass die Liganden in gewissen dieser Verbindungen zwei räumliche Anordnungen einnehmen können: gegenüberliegend und benachbart. Sie unterscheiden sich in ihren optischen Eigenheiten. Diese Charakteristik - die "Cis-Trans-lsomerie" - war bisher nur in der organischen Chemie bekannt.

Zwei räumliche Anordnungen eines Komplexes gebildet aus einem zentralen Kobaltatom, welches an vier andere Atome oder Moleküle gebunden ist. Sie können ein flaches Vieleck oder einen Tetraeder darstellen, je nach der elektronischen Anordnung der Atome um das Kobaltatom herum, unabhängig von chemischer Bindung durch die Elektronen.
Die Theorien Werners weckten grosses Interesse. 1913 wurde sein Werk mit dem Nobelpreis gekrönt, "in Anerkennung seiner Arbeit über die Atom-Bindungen der Moleküle, die frühere Studien in neuem Licht erscheinen lassen und, insbesondere in der anorganischen Chemie, der Forschung neue Wege weisen".

Geschichte de EDTA-Chelat-Therapie

Zitat G.K. Chersterton (1874-1936)
"Der Nachteil der Menschen die ihre Vergangenheit nicht kennen ist, daß sie die Gegenwart nicht kennen."


1893Alfred Werner stellte die Theorie einer Metallbindung als Ringformation vor, und begründetet die moderne Koordinations-Chemie.
1913erhielt er den Nobelpreis für metallbindende Komplexe.
1920Morgan und Drew definierten den Ausdruck "Chelatioif als ein eingeschlossenes Metall-Ion in einer heterocyclischen Ringstruktur. Das Wort Chelation ist vom griechischen Wort Krebsschere abgeleitet.
1930Franz Münz synthetisierte 'Nitrilotriacetic Acid (NTA) als Ersatz für
Zitronensäure, gebraucht in der Textilindustrie als Wasserenthärter. Nach weiteren Forschungen über Polyaminopolycarboxyl Säure synthetisierte er EDTA (später "Trilon B" genannt).
1931

Erstes Patent für EDTA in Deutschland

1932

Frederick Bersweth synthetisierte EDTA durch einen Formaldehyd-Cyanide Prozess namens 'VERSENE' für den amerikanischen Markt. 1941 meldete er es zum Patent an.

1944wurde es patentiert.
1940Zweiter Weltkrieg-Suche nach Gegenmittel für Nervengas.
ARSEN = Nervengift = Metall-Binder = CHELATION
1940Peters, Stocken und Thompson entwickelten einen neuen Chelatbildner-DIMERCAPROL
1941 BAL (-British -Anti-Lewisite (Lewtsite ist ein Schwermetalltoxin) erste Droge zur Behandlung von Schwermetallbelastungen setzte den Anfang der Chelat-Therapie.
1947Charles Geschickter verabreichte als erster Arzt EDTA einer Patientin mit fortgeschrittenem Adenokarzinom der Brust. Die nickelhaltige Krebsmedizin verursachte eine schwere Nickel Vergiftung. EDTA als Chelator ohne toxische Nebenwirkung.
1950Martin Rubi und Kollegen untersuchte die Anwendung von EDTA für Kalzium-Chelation und Antikoagulation. Es konnte nachgewiesen werden, daß intravenös gegebenes EDTA Kalzium aus dem Plasma chelatiert und zu Hypokalzämie führt- Ausscheidung des Kalzium über die Niere.
1951Durch IN VITRO -Versuche wurde Calcium-EDTA mit Blei getauscht, es entstand Blei-EDTA mit der Wirkung von Freigabe von Kalzium. Medical Annals, District of Columbia.
1952S.P. Bessman behandelte ein Kind erfolgreich mit EDTA bei akuter Bleivergiftung. (Medical Annals, District of Columbia)
1950-iger ältere, wegen Bleivergiftung mit EDTA behandelte Patienten zeigten dramatische Verbesserungen der gleichzeitig vorhanden gewesenen KHK.
Unter dem Markennamen ' ENDRATE' wurde EDTA von Abbott Laboratories für den medizinischen Gebrauch vermarktet. Disodiumsalz (Na2-Salz) verbesserte die Lösbarkeit des Chelatbildners EDTA.
1950-iger Norman Clarke. Sr. Machte bahnbrechende klinische Studien über EDTA für ASCVD am Providence Hospital, Detroit, Michigan. Er berichtet über seine Entdeckungen "Vater der Chelat-Therapie"
1955veröffentlichte er erstmals die Entdeckung der Wirksamkeit von EDTA in der Behandlung von degenerativen Gefäßerkrankungen. Er setzte den Meilenstein der Anerkennung der Chelat-Therapie als eine erfolgreiche kariovaskuläre Intervention.
1955

Dudley und Kollegen beschrieben unerwartete Nierentubulischädigung, verursacht durch EDTA (NEJM). H. Foreman berichtete über die Gefahr von Nierentoxizität bei Menschen, die mit hohen Dosen EDTA behandelt wurden. (Verglichen mit Dosen und Nierentoxizität bei Ratten) JANA.

1955

Denham Harman postuliert als erster die Theorie der Freien Radikale als
Hauptfaktor für Alterung und Krankheit.

1956erklärte er die Arterienverkalkung als -oxidative Polymerisation (Prozeß) von Serum und Lipoprojeinen
1959/60

Symposium über Mctallbindungen in der Medizin.

1960H.Ray Evers, Clarke, Clarke ,Mosher, Melzer, Ural und Kitchell machten umfassende klinische Studien über Claudikatio, Angina pectoris, Skleroderrnie und rheumatbide Arthritis.
1961Meltzer, Kitchell publizierten umfassende klinische Toxikologie von EDTA bei 81 Patienten mit CAD über 2 Jahre. 2000 Infusionen mit 3 Gramm EDTA in 3 Stunden -> Null Nierenschädigung! Anwendung ohne Gefahr! (American Journal ofMedical Sciences)
1962L.W. Wilder und Kollegen ließen EDTA über Plaques einer Arteria iliaca bei einer Leiche laufen. Die Kalziumlösung war proportional zum Grad der ArterioSklerose. Mobilisation von Kalzium was das Resultat der direkten Wirkung von EDTA, was die Glaubwürdigkeit der Anwendung dieser Methode demonstrierte, um in vivo Kalzium aus den arteriosklerotischen Blutgefäßen zu entfernen.
1963Kitchell, Palmon, Aytan und Meltzer widerrufen ihre veröffentlichten Forschungsergebnisse! Die Behandlung der coronaren Herzerkrankung mit Disodium EDTA erfährt eine Neubewertung. (American Journal of Caridology April 1963; 501-501) Die von ihnen neuerlich durchgeführten Studien konnten jedoch nicht bewertet werden, ("Comparing apples with oranges") Abschließend entschieden sie; "Wir glauben, daß EDTA Chelat Therapie in den Studien keinen größeren Nutzen gebracht hat, als andere gebräuchliche Therapien.
1964Albert Soffer gab eine Monographie. "Chelation Therapy" heraus, in welcher er den Nutzen von EDTA bei arteriellen chronischen Gefäßerkrankungen beschreibt. Nahm aber seine Meinung über EDTA-Chelat-Therapie zurück und veröffentlichte einige kritische Studien über die Anwendung von Chejat -> er wurde als Verleger des Journal für Thorakale Erkrankungen gewählt.
1963 Carlos Lamar prägte den Ausdruck "Chemical Endartercctomie" und Veröffent-lichte einen Bericht über die vaskuläre Verbesserung durch EDTA bei 15 Diabetes Patienten. (Angiology 15:379-395; Journal Am. Geriatrie Soc. 14:1966, 272-294)
1977Peng und Kollegen zeigte, daß EDTA die mitochondriale Energieproduktion beim ischämischen Herzen verbessert. (Journal of Molecular and Celhdar Cardiohgy 1977: 9:897-908) EDTA verbessert die im ischämischen Myocard erniedrigte Aufbaurate energiereicher Phosphate (ADP) Diese Resultate legen nahe, daß die Phoshorylierung in den Mitochondrien beim ischämisch-reperfunclierten Myocard durch körpereigenes Calzium gehemmt ist - und daß diese Hemmung teilweise durch Zugabe von Calzium bindenden Chelatbildnern unterbunden werden kann.
1979 Bruce Halsted publiziert die Monographie: "Die wissenschaftliche Basis der EDTA Chelat Therapie".
1980-iger und frühe 1990-igerMC Donagh, Rudoph und Cheraskin berichten über Verbesserungen und klinische Veränderungen (Cornell Medical Index) bei Müdigkeit, arteriellen Stenosen, Knochenbrüchigkeit, Heart rate and systolic BP, Lungenfunktion, Glycohemoglobin, Totales Cholesterin, HOL, Harnsäure und Kratinin
1988Olsezewer und Carter veröffentlichen bei 2.870 Patienten über bemerkenswerte Verbesserungen, 76,9% Coronare Herzerkrankungen,
91 % Periphere Arterielle Gefäßerkrankungen
1989Cranton verlegte das PROTOCOL im Journal qf Advancement in Medicine mit der sicheren und wirksamen Anwendung von EDTA.
1989Blumer und Cranton zeigten die Anwendung von EDTA in Verbindung mit einer Reduktion der Krebssterblichkeit um 90% bei 59 Patienten über einen Zeitraum von 18 Jahren (Journal ofAdvancment in Medicine)
1990Olszewer, Sabbag und Carter veröffentlichten die erste placebokontroilierte Doppelblindstudie (Journal of the National Medical Association) von 10 Patienten mit Claudicatio liefen 5 deutlich besser nach 10 Behandlungen (mit 1.5 g EDTA) später wurden alle behandelt und alle 10 Patienten zeigten Besserungen mit EDTA. Nach 10 Behandlungen verlängerte sich die Gehstrecke um 165% (Stepmachine)
Die Zeit, welche man auf einem Fahrrad 25 km/h treten konnte, verdoppelte sich. Kontrollen ergaben geringe oder keine Verbesserungen deshalb Kritik wegen nicht genau geführter Protokolle, (technischer Art)
1990Rudolph, MC Donagh und Barber publizierten Doppier-Ergebnisse bei 30 Patienten mit arterieller Carotis Stenosen. Nach 30 Behandlungen 21% Plaque-verringerung (Journal ojAdvancement in Medicine)
1991Guldager et al / Dänemark Randomisierte Studie über 153 Patienten EDTA vs Placebo. Ergebnis: "Diese Studie konnte keinerlei Wirkung von EDTA Chelat Behandlung aufzeigen bei interm. Hinken. (Journal Interim! Medicine, 1992: 231: 261-256). Guldager et al wurden kritisiert,
weil sie nicht das ACAM-Protokol bei der EDTA Infusion angewendet hatten.
weil sie die Regeln der Doppelbahndstudien gebrochen hatten, weil sie ein eisenhaltiges Nahrungserganzungsmittel gegeben hatten,
weil sie kein Magnesium EDTA verwendeten, sie Restschmcrzen ausschlössen und 69% Raucher in beiden Gruppen waren.
Nach Beschwerden wurden zwar methodische Probleme eingeräumt, wissenschaftliche Unredlichkeit jedoch abgestritten.
1992Chappell und Stahl veröffentlichten eine Mega-Analyse von 19 Studien bei 22.765 Patienten mit Gefäßkrankheiten 88% Verbesserung (0,88 Correlations Koeffizienz) (Journal of Advancement in Medicine)
1993Hanke / Dänemark
1994Studie über 19 Patienten vor Amputation: 5 Patienten aus der Studie verloren 1 Patient starb von den 12 Patienten war nur 1 Amputation notwendig 34 Patienten auf der Warteliste für eine Bypassoperation 23 keine OP notwendig 1 starb 9 erhielten einen Bypass - 2 starben 1 Stent -Patient starb 1 starb an Krebs 22 / 33 = 66% brauchten keinen Chirurg. Eingriff und es ging ihnen gut. Die Sterblichkeitsrate von Patienten über 65 Jahre mit Herzinsuffizienz, die sich einer CABG unterziehen liegt bei 22% innerhalb eines Monats und 34% innerhalb eines Jahres. (TUet. AINEJM) In der Chelat-Gruppe der Hanke-Studie waren 19 Patienten älter als 65 Jahre mit vorheriger MI. 1 Patient starb, Bypass sagt 6 Tote voraus. -> Hanke's Daten haben tiefgründige Verwicklungen aufgezeigt, welche finanziellen und sozialen Auswirkungen die EDTA-Chelat-Therapie möglicherweise auf die heutige "Gesundheits-industrie" haben könnte.
1995Van Rij et al machten in Neuseeland Studien, die jedoch als nicht ordnungsgemäß durchgeführt galten. Die Heidelberg-Studie, geleitet von Shettler, Universität Heidelberg: 20 Infusionen F.DTA vs 20 Infusionen mit Bencyclan, einem gefäßerweiternden antiplatelet agent. Die Resultate wurden auf dem 7. Arteriosklcrose-Kongress in Melbourne vorgestellt. Nach 20 EDTA-Infusionen verbesserte schmerzfreies Laufen sich um 70% - mit Bencyclan um 76% 12 Wochen später hatte sich die schmerzfreie Gehstrecke bei den EDTA-Patienten um 192% verbessert - die Bencyclan Patienten hatten keine weiteren Besserungen. Zwei der Forscher gaben bekannt, daß 2 Probanten in der EDTA-Gmppe als "outliner" bezeichnet wurden. Weil sich die schmerzfreie Gehstrecke mit EDTA bis zu 341% verbesserte, wurden sie ausgeschlossen und die Resultate niemals veröffentlicht.
* Van Rij schloss outliner in die Kontrollgruppe ein
* Schettler schloß outliner aus.
1995 Martin Rubin Ph.D. Prof. Emeritus Georgetown University School of Medicine gab in dem Standardwerk der Medizin in dem Kapitel "Cardiovascular Drug Therapy" die Magnesium EDTA-Chelat-Therapie als Behandlungsmethode an. (Messerli 2.Aitßage W.B.Saunders Co)
1997Bruce Halstead und Ted Rozema veröffentlichten eine überarbeitete Monographie "The Scientific Basis of EDTA-Chelation-Therapy) "Die wissen-schaftlichen Grundlagen der EDTA CT".
1998

Stephen Olmstead MD. Cardiologist Professor der Medizinischen Universität der Washington School of Medicine: "Eine kritische Rückschau über die EDTA-Chelat-Therapie m der Behandlung von occlusiven arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen."
Olmstead faßt zusammen: "The preponderance of the clinical reports in the medical literature Support a claim of efficiancy for symptomatic angina pectoris, intermittent claudicatio and critical leg ischaemia."

2000

Gründung der Deutschen Akademie für EDTA Chelat-Therapie e.V.

 
   

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